Kurz gesagt: Der Check lädt Ihre Startseite einmal von einem Server in Frankfurt und prüft 16 Punkte: Antwortzeit, Weiterleitungen, Komprimierung, HTTPS, mobile Darstellung, Schriften von Google-Servern und die SEO-Grundlagen im Quelltext. Er ersetzt keine Messung der Core Web Vitals und kein Audit, zeigt aber in einer Minute, ob die Basis stimmt.
Was der Check misst
| Prüfpunkt | Was er bedeutet | Richtwert |
|---|---|---|
| Server-Antwortzeit | Zeit bis zum ersten Byte der Startseite (Time to First Byte), gemessen aus Frankfurt | gut bis 0,8 s, schlecht über 1,8 s |
| Komprimierung | Ob der Server die Seite mit gzip oder Brotli verkleinert überträgt | aktiv |
| Weiterleitungen | Wie viele Umwege bis zur eigentlichen Seite nötig sind, etwa von http auf https und von www auf ohne | höchstens eine |
| HTML-Größe und Skripte | Wie viel Code die Startseite mitbringt und wie viele fremde Skripte sie lädt | Vergleichswert, kein Urteil |
| Seitentitel und Beschreibung | Was Google als Überschrift und Text im Suchergebnis zeigen kann | 30 bis 65 und 70 bis 160 Zeichen |
| Indexierung | Ob ein noindex im Quelltext oder im HTTP-Header Google ausschließt | kein noindex |
| Struktur | Eine H1, Sprachangabe, Canonical, strukturierte Daten, Alternativtexte | vorhanden |
| robots.txt und Sitemap | Ob Suchmaschinen eine Liste Ihrer Seiten finden | beides vorhanden |
Die Schwellen für die Antwortzeit stammen von Google: web.dev nennt für die Time to First Byte 0,8 Sekunden als gut und mehr als 1,8 Sekunden als schlecht. Die Zeichenzahlen für Titel und Beschreibung sind Erfahrungswerte, keine Regel von Google. Google schreibt selbst, dass es keine feste Länge gibt und Titel im Suchergebnis je nach Gerätebreite gekürzt werden.
Was der Check nicht misst
- Core Web Vitals. LCP, INP und CLS entstehen erst im Browser. Dafür verlinkt das Ergebnis auf PageSpeed Insights.
- Unterseiten. Geprüft wird nur die eingegebene Adresse, keine ganze Website.
- Rankings und Suchbegriffe. Wofür Sie gefunden werden, steht nur in der Google Search Console.
- Inhalte und Anfragen. Ob Ihre Texte überzeugen und der Weg zur Anfrage funktioniert, kann keine Maschine bewerten.
- Recht. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung und Barrierefreiheit nach dem BFSG bleiben außen vor.
Seiten, die ihre Inhalte erst per JavaScript nachladen, sieht der Check so, wie ein einfacher Crawler sie sieht: möglicherweise leer. Das ist kein Fehler des Checks, sondern ein Hinweis, dass Suchmaschinen und KI-Systeme dort ebenfalls weniger lesen, als Besucher sehen.
Der nächste Schritt: das persönliche Audit
Wenn der Check rote Punkte zeigt oder Sie wissen wollen, warum Ihre Seite trotz grüner Haken keine Anfragen bringt, schauen Sie beim persönlichen Website-Audit genauer hin. Das mache ich selbst, mit Lighthouse, Felddaten, der Search Console und einem Blick auf Ihre Wettbewerber. Sie bekommen einen Bericht mit Prioritäten und ein Gespräch dazu, kostenlos und ohne Verpflichtung. Wenn Ihre Seite gar nicht erst bei Google auftaucht, hilft vorab der Ratgeber Website nicht bei Google gefunden.
Quellen
- web.dev, Time to First Byte (TTFB): gut bis 0,8 Sekunden, schlecht über 1,8 Sekunden. web.dev/articles/ttfb
- web.dev, Core Web Vitals: LCP, INP und CLS mit Schwellenwerten. web.dev/articles/vitals
- Google Search Central, Titellinks im Suchergebnis: keine feste Zeichenbegrenzung, Kürzung nach Gerätebreite. developers.google.com
- Google Search Central, noindex über Meta-Tag oder X-Robots-Tag. developers.google.com
- Google PageSpeed Insights für Labor- und Felddaten. pagespeed.web.dev
