Was kostet eine Restaurant-Website in Hamburg?
Der Einstieg kostet ab 1.500 Euro (eine Seite, bewährtes Layout, Speisekarte und Reservierungsweg, fertig in zwei bis fünf Arbeitstagen). Eine individuell gestaltete Restaurant-Website beginnt bei 2.900 Euro, mehrseitig mit Events und Catering bei 4.500 Euro. Laufende Kosten für Hosting und Domain liegen bei etwa 15 Euro im Monat.
Die häufigste Speisekarte im Hamburger Gastro-Web ist ein PDF. Vier Megabyte, im Querformat gescannt, entstanden 2021 in einem Textprogramm. Auf dem Handy lädt es so lange, dass der Gast in der Zwischenzeit zum Laden nebenan weiterläuft. Und wenn es geladen ist, muss er zoomen, schieben, drehen und dann feststellen, dass die Preise von vor zwei Preisrunden stammen. Kein Design-Problem, ein Umsatzproblem.
Der zweite Klassiker steht bei Google: Öffnungszeiten von vor der Sommerpause, Ruhetag falsch, und die Karte zeigt den Hintereingang. Beides lässt sich in einer Stunde reparieren und ist trotzdem in gefühlt jedem zweiten Betrieb offen. Deshalb ist der erste Schritt bei Gastro-Projekten fast nie die neue Website, sondern der Blick auf das Google-Unternehmensprofil.
Danach gilt eine einfache Regel: Die Speisekarte ist die Startseite. Nicht ein Video von der Küche, nicht das Willkommenswort des Inhabers, sondern das, wofür Leute wirklich kommen.
Wie wählen Gäste heute ein Restaurant aus?

53 Prozent der Gäste sehen sich die Speisekarte online an, bevor sie sich für ein Lokal entscheiden.
Bitkom hat 2024 rund 1.000 Personen ab 16 Jahren dazu befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: 69 Prozent erwarten, dass ein Betrieb eine Website mit Fotos von Speisen und Räumen hat. 53 Prozent sehen sich vorab die Speisekarte online an, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 65 Prozent. Für 30 Prozent sind Online-Bewertungen das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines neuen Lokals, und 39 Prozent schreiben nach dem Besuch selbst eine.
Dazu kommt der wirtschaftliche Druck. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Umsatz im Gastgewerbe 2025 preisbereinigt 2,1 Prozent unter dem Vorjahr. In einem Markt mit dünnen Margen ist jede provisionsfreie Reservierung und jede Abholbestellung ohne Plattformgebühr direkt Ergebnis. Genau da verdient eine eigene Website ihr Geld.

Was gehört auf eine Gastronomie-Website?
Speisekarte als echte Seite
Kein PDF, sondern Text, den Google lesen und ein Handy sofort anzeigen kann. Mit Preisen, Allergenkennzeichnung und einem Pflegebereich, in dem Sie das Tagesgericht in zwei Minuten ändern.
Reservierung in einem Schritt
Große Schaltfläche, wenige Felder, Bestätigung per Mail. Auf dem Handy zusätzlich die Telefonnummer als Klick-Link, weil ein Teil der Gäste immer anrufen wird.
Öffnungszeiten an einer Stelle
Zeiten, Ruhetage und Feiertage werden einmal gepflegt und erscheinen auf der Website und im Google-Profil. Kein Widerspruch zwischen zwei Quellen, den am Ende der Gast bemerkt.
Fotos, die das Essen zeigen
Echte Bilder Ihrer Gerichte und Räume statt Stockfotos aus einer anderen Küche. Komprimiert und in modernen Formaten, damit die Seite trotz Bildern in unter einer Sekunde steht.
Pflichtangaben ohne Abmahnrisiko
Endpreise inklusive Umsatzsteuer nach Preisangabenverordnung, Allergene nach EU-Verordnung 1169/2011, Impressum nach § 5 DDG. Unspektakulär, aber teuer, wenn es fehlt.
Events, Catering, Gutscheine
Eigene Seiten für Weihnachtsfeiern, Firmenessen und Gutscheine. Das sind die Anfragen mit dem höchsten Wert pro Gast, und sie kommen fast immer über die Suche.
Google-Profil und Bewertungen
Kategorien, Fotos, Speisekarten-Link, Antworten auf Bewertungen. Der größte Hebel im Umkreis von zwei Kilometern, Schritt für Schritt erklärt im Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil.
Mehrsprachigkeit, wenn es passt
In der Hamburger Innenstadt und an der Reeperbahn ist eine englische Fassung der Karte oft die günstigste Umsatzsteigerung. Wie mehrsprachig sauber geht, zeigt der Fall Solovei Beauty.
Pflichtangaben-Kurzcheck
| Thema | Was gilt | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Allergene und Zusatzstoffe | Die 14 Hauptallergene müssen erkennbar sein, üblich sind Fußnoten oder eine Legende zur Karte | EU-Verordnung 1169/2011 (LMIV), § 4 LMIDV |
| Preise | Endpreise inklusive Umsatzsteuer und Bedienungsgeld, keine Nettopreise gegenüber Gästen | § 13 Preisangabenverordnung |
| Impressum | Firma, Rechtsform, Anschrift, Telefon, E-Mail, Register und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer | § 5 Digitale-Dienste-Gesetz |
| Reservierungsdaten | Datenschutzhinweis am Formular, Speicherdauer geklärt, keine unnötigen Pflichtfelder | DSGVO, Art. 13 |
Ich bin kein Anwalt, und dieser Kurzcheck ist keine Rechtsberatung. Er ist die Liste, die ich vor jedem Gastro-Launch durchgehe, damit die üblichen Abmahnthemen keine Rolle spielen.
Preise
Website-Start
Eine Seite, bewährtes Layout, in zwei bis fünf Arbeitstagen online. Texte und Fotos kommen von Ihnen.
- Speisekarte als pflegbare Seite
- Öffnungszeiten und Anfahrt
- Reservierung per Formular und Telefon
- Google-Maps-Einbindung
- Impressum und Datenschutz vorbereitet
- PageSpeed-optimiert
Restaurant-Website individuell
Eigene Bildsprache, eigener Charakter. Für Betriebe, die sich vom Nachbarn unterscheiden wollen und nicht nur informieren.
- Individuelles Design mit Ihren Fotos
- Speisekarte mit Allergenpflege
- Anbindung Ihres Reservierungssystems
- Seiten für Events, Catering und Gutscheine
- Strukturierte Daten für Restaurant und Speisekarte
- Zweite Sprache optional
- Google-Profil-Optimierung inklusive
- Einweisung für Ihr Team
Referenzen aus Hamburg
Wie läuft ein Gastro-Website-Projekt ab?
Ich sehe mir Google-Profil, aktuelle Seite und Reservierungsweg an und sage Ihnen, was der schnellste Hebel ist. Manchmal ist das nicht die Website.
Karte, Preise, Allergene, Fotos, Zeiten. Sie schicken, was da ist, ich sage, was fehlt, und organisiere bei Bedarf einen Fotografen.
Aufbau, Reservierungsweg und Ladezeit werden am Handy getestet, nicht am 27-Zoll-Monitor. Der Test entscheidet, wie groß die Reservierungsschaltfläche wird.
Live-Gang, Google-Profil aktualisieren, Bewertungsantworten einrichten. Sie bekommen eine Einweisung, mit der Ihr Team die Karte selbst pflegt.
Quellen
- Bitkom e. V. (27. Juni 2024), Restaurants und Cafés: 69 Prozent erwarten eine Website mit Fotos, 53 Prozent prüfen die Speisekarte online (16 bis 29 Jahre: 65 Prozent), 30 Prozent nennen Bewertungen als wichtigstes Kriterium, 39 Prozent schreiben selbst Bewertungen. Befragung von 1.005 Personen ab 16 Jahren. bitkom.org
- Statistisches Bundesamt (Februar 2026), Gastgewerbeumsatz 2025 real 2,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. destatis.de
- DEHOGA Hamburg, Zahlen, Daten, Fakten zur Hamburger Gastronomie und Hotellerie. dehoga-hamburg.de
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Allergenkennzeichnung nach EU-Verordnung 1169/2011. bmel.de
- § 13 Preisangabenverordnung, Gaststätten und ähnliche Betriebe. gesetze-im-internet.de
- § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, allgemeine Informationspflichten. gesetze-im-internet.de

